Kristín Marja Baldursdóttir: Möwengelächter

Schon mit ihrem ersten Satz bin ich mitten drin in der Geschichte, die Kristín Marja Baldursdóttir in diesem Buch aus Sicht der 12-jährigen Agga erzählt. Der Zweite Weltkrieg ist vorbei, Agga ist eine Waise, geht noch zur Schule, wohnt bei den Großeltern und hat ständig Hunger. Es ist Ostern und überraschender Besuch schneit ins Haus.

Aggas Tante, die vor einiger Zeit mit ihrem Mann nach Amerika ausgewandert ist, kommt als Witwe wieder in die Heimat zurück. Und sie bringt nicht nur in die Familie Unruhe. Ihr Erscheinen hat Auswirkungen auf den ganzen isländischen Ort.
Agga ist die Neugierde in Person. Alles muss sie mitbekommen, alles will sie wissen. Sie horcht an Türen, versteckt sich unterm Sofa und in Zimmerecken, um ja nichts zu verpassen. Und das lässt sie mehr aus der Welt der Erwachsenen mitbekommen, als für sie gut zu verdauen ist. Gleichzeitig muss sie mit ihrem Frauwerden kämpfen. Alles nicht so einfach für ein junges Mädchen. Als dann noch ein Mord geschieht, weiß Agga sofort, was sie zu tun hat. Oder doch nicht?

Aus Aggas Sicht lernen wir ihre Familie kennen, einige Menschen aus dem Fischerdorf und wir erfahren, wie die Menschen in den 50er Jahren in Island gelebt haben.

Das i-Tüpfelchen ist der schöne Schreibstil der Autorin, bei dem das Lesen der Geschichte auch noch richtig Spaß macht.

Eine kleine Biografie über Kristín Marja Baldursdóttir gibt es hier.

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2 Kommentare zu „Kristín Marja Baldursdóttir: Möwengelächter

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