John Dunning: Das Geheimnis des Buchhändlers

In dieser Geschichte geht es um den Bücherdetektiv Cliff Janeway, ehemaliger Polizist, der sein Glück als Buchhändler versucht. Als Krimiserie gehört sie zu den erfolgreichsten in den USA.

Und alles begann mit einem Radio-Interview.
Eigentlich werden in dem Bostoner Studio Neuerscheinungen vorgestellt. Doch der geplante Autor erlitt einen Herzinfarkt, sodass Cliff Janeway für ihn einsprang. Und der brachte kein aktuelles Buch mit, nein, bei ihm ging es um wertvolle Bücher. Und solche hat er auf einer Auktion ersteigert: Drei Bände von Richard Burton („Dem Forscher, nicht dem Schauspieler.“). Das erste Buch enthielt eine Widmung, eine ziemlich persönliche:

Für Charles Warren, einen großartigen Kameraden und lieben Freund. Unsere Welten liegen weit auseinander, und wir mögen uns vielleicht nie mehr begegnen, aber ich werde unsere gemeinsame Zeit auf ewig in Ehren halten. Richard F. Burton, 15. Januar 1861.

29.500 Dollar hat Janeway für das Trio bezahlt. Erhalten hat er nicht nur drei wertvolle Bücher, sondern auch ein Rätsel. Wer war besagter Charles Warren?

Und die Geschichte nahm ihren Lauf.

Die Ursprünge reichten in eine andere Zeit zurück, in der Richard Francis Burton seinen größten Bewunderer traf und dann zu einer geheimen Reise aufbrach, die ihn tief in den unruhigen Süden der USA führte. Wegen dieser Reise starb einer meiner Freunde. Eine alte Frau fand ihren Frieden, ein guter Mann verlor alles, und ich entdeckte mich neu auf meiner fortdauernden Exkursion quer durch die zeitlose, unendliche Welt der Bücher.

Das erste Buch spielt in Denver. Janeway ist der Ich-Erzähler, man ist also nah dran an der Geschichte. Er ist fast 38 Jahre alt und kommt gerade aus Seattle zurück, wo er eine Sache abgeschlossen hat, die ihm gut zehn Prozent Finderlohn eingebracht hat. Das waren fast fünfzigtausend Dollar. Und er wusste genau, was er dafür kaufen wollte: ein besonderes Buch. Nur, um zu sehen, wie es ist, so etwas zu haben. Und so kam es, dass er bei einer Auktion die oben genannten Bücher ersteigerte. Alle möglichen Verrückten meldeten sich danach telefonisch bei ihm, darunter eine alte Dame, die nur flüsterte, weil sie von „denen“ belauscht würde.
Besagte alte Dame stand dann eines Tages vor seiner Tür, chauffiert von einem riesigen Schwarzen. Sie war sehr alt, konnte sich kaum noch auf den Beinen halten. Sie kam von irgendwo aus dem Osten und wusste wohl selbst kaum, wie sie das geschafft hatte. Aber sie hat ein Anliegen, das ihr sehr am Herzen lag. Und das betraf dieses Burton-Trio. Sie behauptete nämlich, dass diese Bücher zu der Bibliothek ihres Großvaters gehören. Als sie noch ein junges Mädchen war, verschwand diese Bibliothek aus dem Haus und sie wusste auch, wer sich ihrer auf verbrecherische Art und Weise bemächtigt habe: die Treadwell’s.
Um ihre Geschichte zu untermauern übergab sie Janeway ein signiertes Buch von Burton, das letzte, das ihr von der Bibliothek erhalten geblieben ist.
Nachdem Janeway ja zuerst dachte, die Alte sei verrückt, glaubte er schlussendlich ihre Geschichte. Aber es würde schwierig werden, ihr ihre Bitte zu erfüllen: die besagte Bibliothek wiederzufinden.
Der alten Dame würde es auch nichts mehr nützen, da sie in derselben Nacht verstarb. Und nachdem Janeway ein wenig recherchiert hatte, wurde die Ehefrau von dem Chauffeur, bei dem die alte Frau übernachten sollte, umgebracht.

Die Geschichte scheint sich zu einem Krimi zu entwickeln, und ich werde mal nicht mehr verraten, sondern Dir viel Spaß beim Lesen wünschen.

Ein Lesevergnügen war dieses Buch auf jeden Fall, Es war, als wenn man in einem Rennwagen durch die Geschichte rauscht. Es bleibt immer spannend, sodass es schwer fällt, das Buch mal aus der Hand zu legen.

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3 Kommentare zu „John Dunning: Das Geheimnis des Buchhändlers

  1. Klingt sehr spannend – sicherlich meine Kragenweite 🙂
    Vielen Dank für deine Empfehlung und dass du weiterhin deine Meinung zum Besten gibst. Freut mich, wie auch immer du dich in der nahen Zukunft entscheiden wirst – tue nur das, was dir persönlich gut tut (so weit es eben geht).
    Herzlichst Ede

    Gefällt 2 Personen

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