Reiner Engelmann: Schlaglicht – Zur Lebenssituation von Kindern hier und anderswo

Mit dieser Buchvorstellung reihe ich mich ein in das Projekt Kinder im Aufwind von der Künstlerin Petra Pawlofsky auf ihrem Blog da sein im Netz.

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Erhältlich bei Fischerbuch.de

Bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gelten die in der UN-Kinderrechtskonvention festgelegten Grundsätze über die Rechte des Kindes. Unabhängig von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion…

Durch Steffen erfahren wir, wie er in die Skin-Szene reingerutscht ist. Leichtes Spiel hat man bei Jugendlichen, die unzufrieden sind. Und das war Steffen. Zu Hause fühlte er sich alleine. Keiner hatte Zeit für ihn – weder die Mutter, die sich um den jüngeren behinderten Bruder kümmern musste, noch der Stiefvater, der die Mutter zwar geheiratet hat, die Kinder aber nicht adoptieren wollte.
Geködert wurde er mit Musik, von der er zwar kaum den Text verstand, aber der Sound – so etwas hatte er noch nie gehört. Er kam in eine Gruppe, machte sich mitschuldig – bis es ihn eines Tages persönlich betraf.
Der Ausstieg aus der Gruppe sollte ihm teuer zu stehen kommen.

Reiner Engelmann zeigt nicht nur, wie leicht es ist, den falschen Weg einzuschlagen, sondern auch, dass die Institutionen, wenn die Täter sich verantworten müssen, oft nicht genau genug hinschauen.

Wir lernen Daniel kennen, der von klein auf von seinem Vater geschlagen wird. Manches Mal so doll, dass er im Kindergarten nicht am Turnen teilnehmen durfte, weil die Erzieherinnen sonst die blauen Flecke am ganzen Körper gesehen hätten.
Was macht das mit einem Kind? Das nie Liebe erfahren hat. Kein gutes Wort. Kein Familienleben? Das so weit getrieben wird, sogar von sich aus zum Jugendamt zu gehen und um Einweisung in ein Heim zu bitten.

Reiner Engelmann stellt uns die Lebensbedingungen einiger junger Menschen vor – die meisten von ihnen hat er persönlich kennen gelernt. Über andere hat er von Dritten erfahren.
2008 hat er uns in dem Buch Kinder: ausgegrenzt und ausgebeutet: In Zusammenarbeit mit Amnesty International schon einmal über Kinder, denen das Recht, Kind zu sein, genommen wird, berichtet.

Acht Jahre später sind wir immer noch von der Verwirklichung der UN-Kinderrechtskonvention sehr weit entfernt. Und das nicht nur in armen Ländern, nein, auch hier im reichen Deutschland.

 

Folgende Beiträge wurden schon veröffentlicht:

Macht doch auch mit !

Herzlichen Dank!

 

Eigene Beiträge

Ausgegrenzt und Ausgebeutet in Zusammenarbeit mit Amnesty Intenational

Punkte

 

Petra Pawlofsky

Kinder im Aufwind (Einführung)

Liebevolle Wegbegleiter

Von Zeitdruck, Hektik und Ruhe

Kinderrechte

Die Widerstandskraft stärken 1

Die Widerstandskraft stärken/Strengthening resilience 2*

Generationenreigen/ Round Dance of Generations*

Malen, Singen, Rhythmus: unbedingt!*

Die Kraft in der Ruhe/ Strength in calm 1

Die Kraft in der Ruhe/Strength in calm 2

Geborgen? In security?*

Geborgen?/In security ?2Die Kraft in der Ruhe/Strength in calm 2

Gemeinsam stark

Und wie sag ich’s nun meinem Kind?*

Wie die Angst vergeht / How fear disappears*

Sylvia Kling

Kinder erfahren und Eltern sprechen

Schlüsselerlebnis

Unverbraucht

Ballade für Marie

Random Randomsen

Die Kinderwelt ist Klang

Pity the child

Liebeserklärung

Eternity in progress

Lebensläufe

Tomine &Tyler

Ulrike Sokul

Henriettes Heim für schüchterne und ängstliche Katzen

Titus und der verwunschene Wald

Mitzi Irsaj Kinder im Aufwind – ein Projekt von Petra Pawlofsky und ein kleiner Beitrag von mir

vro jongliert Kinder sind keine Prüfung

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18 Kommentare zu „Reiner Engelmann: Schlaglicht – Zur Lebenssituation von Kindern hier und anderswo

  1. Liebe Marit!
    Das ist ja eine schöne Überraschung, dass du wieder zurück bist und das sogleich mit einem solch interessanten Beitrag zu dem Projekt „Kinder im Aufwind“!
    Ja, wenn wir wissen, was unseren Kindern schadet oder was sie aus der Bahn wirft, können wir uns dafür
    einsetzen, dass das nicht weiter so geschieht, privat und öffentlich. Und das wiederum hat eine „aufwindige“, kraftspendende Wirkung!
    Hab lieben Dank für deinen Einsatz! 🌻
    lg Petra

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, liebe Petra, die Sommerpause war doch nicht so die richtige Entscheidung.
      Ich finde ja, einige Bücher von Reiner Engelmann sollten auch an Schulen gelesen werden. Ich habe noch zwei von ihm liegen, da geht es um Frauen und Gegen das Vergessen.
      Und ein neues steht bei ihm schon wieder in den Startlöchern.
      Liebe Grüße, Anne

      Gefällt 1 Person

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