Kitty Sewell: Zeit der Eisblüten

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Lesen mit Mira

Unser letztes gemeinsames Buch in diesem Jahr. Ach nein, eines lesen wir ja noch zu dritt, gemeinsam mit Querleserin.

Diesen Monat habe ich das Buch ausgesucht. Es war eine BuchPremiere von Bertelsmann. Da war ich mal für einige Jahre und so lange subbte das Buch bei mir auch schon.

Nordpolarmeer, 2006. Die Älteren hatten dem Jungen geraten, den Motorschlitten mitzunehmen, wenn er sich aufs Eis zur Fuchsjagd macht. Doch er wollte dem Klang seiner eigenen Gedanken lauschen. Und so machte er sich mit seiner Hündin auf den Weg. Doch zurück kam er nicht. Ein Bär holte ihn bei seiner Flucht ein und tötete ihn.

Cardiff, 2006. Doktor Dafydd Woodruff ist, glücklich verheiratet wäre zu viel gesagt, da er und seine Frau Isabel seit Längerem vergeblich versuchen, ein Kind zu bekommen. Diverse Versuche setzen das Paar unter Druck, sodass zumindest bei ihm die Leidenschaft nachlässt. Eines Tages erhält er einen Brief aus Moose Creek, Northwest Territories. Ein junges Mädchen schreibt ihm, dass er wohl ihr Vater sei. Das hätte ihr ihre Mutter Sheila Hailey erzählt, da sie nun fast dreizehn, also alt genug dafür ist. Mit Isabel gibt es natürlich Diskussionen, als er ihr den Brief zeigt und ihr beteuert, dass das absolut nicht stimmt.
Und nun sitzt er im Krankenhaus nach einer Operation auf der Herrentoilette und erinnert sich:

Moose Creek, 1992 – Das ist gut 14 Jahre her. Für zehn Monate soll er hier als Chirurg arbeiten. Sheila Heiley lernte er gleich am ersten Tag kennen. Sie war hier die Oberschwester. Jeder will wissen, warum er in dieses Kaff gekommen ist. Das ist aber nichts, was er jemandem erzählen würde. Hat er als Arzt doch Mist gebaut. Er wurde suspendiert, doch die Verantwortung musste dann sein Vorgesetzter übernehmen. Trotz eines super Zeugnisses ist er dann hierher gegangen.

Cardiff, 2006. Ein weiterer Brief aus Moose Creek folgt. Diesmal von Sheila Hailey selbst. Er ruft sie an. Sie fordert Unterhalt für die Kinder. Ja, es sollen Zwillinge sein. Dabei kann er sich nicht mal daran erinnern, mit ihr geschlafen zu haben. Das schließt er vollkommen aus. Doch Sheila behauptet sogar, er hätte sie unter Drogen gesetzt, quasi vergewaltigt. Er fordert einen DNA-Test.
Isabel hat heimlich mitgehört und macht ihm die Hölle heiß.

Da kam es ganz zupass, dass sie dienstlich nach Glasgow musste. Nach einem Kneipenbesuch setzte sich Dafydd betrunken ans Steuer und nahm einem Volvo die Vorfahrt, der voll in ihn reinkrachte. Im Krankenhaus kam er wieder zu sich. Und hatte genug Zeit für Erinnerungen.

In Moose Creek brauchte er glücklicherweise nicht operieren. Er war als Allgemeinarzt tätig. Er ließ die Patienten nicht nur in die Klinik kommen, nein, er fuhr auch raus zu ihnen. Wollte sehen, wie sie leben. Und was er zu sehen bekam, mag man sich kaum vorstellen. Ein alter Mann, der nur mit seinen Huskys lebte, hatte kein sauberes Stück Wäsche mehr am Leib. Er ging nicht mehr auf Toilette, weil ihm die Unterwäsche an einer offenen Stelle am Hintern klebenblieb. Angeblich kümmerte sich sein Enkel um ihn. Und ausgerechnet diesem alten Mann erzählte Dafydd, warum er an diesen Ort gekommen ist.

Ab hier habe ich Schwierigkeiten, weiterzulesen. Die Frage seiner Vaterschaft nimmt einen zu großen Raum ein. Ich fühle mich wie in einer Soap. Nachdem er schriftlich bekommen hat, dass er der Vater ist, obwohl er immer noch beschwört, mit dieser Frau nie geschlafen zu haben, macht er sich auf den Weg nach Moose Creek.
Was dort geschieht, lest selbst…

Was mir gefallen hat an diesem Buch, waren die Naturbeschreibungen: die Nordlichter, Eis, Schnee und die Weite. Die Figuren blieben irgendwie blass. Schon gegen Ende des ersten Teils des Buches habe ich begonnen querzulesen.
Mir hat ein wenig Tiefgang in der Geschichte gefehlt. Von der Thematik her hätte man mehr aus der Geschichte machen können.

Hier könnt ihr Miras Meinung lesen.

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2 Kommentare zu „Kitty Sewell: Zeit der Eisblüten

  1. Es ist bei mir schon ewig her, dass ich das Buch gelesen habe. Viel Eindruck hat es wohl nicht hinterlassen. Ich habe die Geschichte gar nicht wieder erkannt.
    Ich weiß aber noch, dass ich das Setting sehr interessant fand. Irgendwie auch ganz anders als ich es mir vorgestellt hatte.

    LG
    Mona

    Gefällt 1 Person

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