Thomas Hartnagel: Sophie Scholl / Fritz Hartnagel – Damit wir uns nicht verlieren

1998515700001z

„Könnte ich Dir Kraft zuschicken!“ Sophie Scholl am 30. Dezember 1942

Bewegende Liebesbriefe, geschrieben unter schwierigsten Bedingungen

„Eines der ungewöhnlichsten, ergreifendsten Zeugnisse, die aus jener Zeit der finstersten Barbarei auf uns gekommen sind.“
Die Zeit

Der Herausgeber Thomas Hartnagel ist der Sohn von Fritz und Elisabeth Hartnagel. Elisabeth ist Sophies Schwester. Die beiden heirateten zwei Jahre nachdem Sophie hingerichtet wurde.

Sophie Scholl und Fritz Hartnagel lernen sich 1937 kennen. Sophie war zu der Zeit 16, noch Schülerin, Fritz war 21 und junger Leutnant.

Als Sophie1942/43 mit ihrem Bruder Hans und den Mitgliedern der „Weißen Rose“ mit Flugblättern gegen das Naziregime kämpfen, ist Fritz als Offizier der deutschen Wehrmacht im Kessel von Stalingrad eingeschlossen. Als er Sophies letzten Brief erhält, lebt sie schon nicht mehr.
Am Tag der Hinrichtung wurde vormittags das Urteil gefällt. Sophies Mutter schrieb dann gleich noch einen Brief an Fritz, in dem sie ihn bat, ein Gnadengesuch einzureichen. Doch die Zeit dafür reichte gar nicht mehr. Am Nachmittag wurde das Urteil schon vollstreckt.

Ich habe dieses Buch verschlungen. Zu lesen, wie sich die Freundschaft zwischen den beiden in dieser düsteren Zeit entwickelt, war sehr beeindruckend und ging auch zu Herzen. Konnte doch die Entwicklung ihrer Freundschaft seit Kriegsbeginn fast nur in den Briefen stattfinden.
Schade ist, dass Sophies Briefe, die sie von März 1941 bis Februar 1943 an Fritz geschrieben hat, in Stalingrad verlorengingen. War das doch die aktive Zeit der „Weißen Rose“. Aus der Zeit können wir nur Fritz Briefe an Sophie lesen.

Inge Aicher-Scholl, Sophies Schwester, hielt die letzten Stunden, das letzte Gespräch mit der Mutter und die Beerdigung in privaten Aufzeichnungen fest. Der FOCUS hat darüber berichtet.

Info

In diesem Zeitraum schreiben sich auch Dietrich Bonhoeffer und Maria von Wedemeyer. Buchpost berichtet darüber.

Merken

Merken

Advertisements

5 Kommentare zu „Thomas Hartnagel: Sophie Scholl / Fritz Hartnagel – Damit wir uns nicht verlieren

  1. Ach ja, was soll ich noch schreiben liebe Anne?
    Haste wieder sehr schön beschrieben, hat mir wirklich gefallen.
    „Ich habe dieses Buch verschlungen“ ist ein bezeichnender Satz von dir, ich frage mich jedesmal, wo du nur immer die viele Zeit her nimmst?
    Vielen Dank für diese Buchvorstellung, werde ich natürlich in meiner Sammlung aufnehmen 🙂
    Abendliche Grüße aus Olbersdorf
    Ede

    Gefällt mir

  2. Danke, lieber Ede. So viel lese ich auch nicht. Immer, wenn es mal passt, hole ich ja noch die Rezis von meinem alten Blog hierher.
    Aber ehrlicherweise habe ich auch viel Zeit für mich. Kein Kind im Haus, mein Mann hat sein Hobby, da kann ich meinem in Ruhe frönen.

    Ich grüße Dich herzlich,
    Anne

    Gefällt mir

  3. Liebe Anne-Marit,

    Ich habe diese Buch amfangen, aber ist ein bischen schwerig zulesen (Deutsch ist nich meine erste Sprache) aber ich habe viele uber die Weisse Rose gelesen. (Nach lesen, diesen Leuten sind wie Freunden fur mich.)

    Besten Grussen,

    Evelyn

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s