Stefan Aust: Hitlers erster Feind – Der Kampf des Konrad Heiden

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Erhältlich bei Fischerbuch.de

In einer der letzten Ausgabe der „Jüdischen Allgemeinen“ las ich ein Interview mit Stephan Aust über Konrad Heiden und sein neues Buch „Hitlers erster Feind“ und war sofort von dem Thema gefesselt. Den Namen Konrad Heiden hatte ich vorher, obwohl ich sehr geschichtsinteressiert bin und ich mich ausgiebig mit dieser Epoche beschäftigt habe, noch nie gehört. Nun ist es ja sehr schwierig, über diese Zeit, handelnde Personen, geschichtliche Zusammenhänge und die verschiedenen Anschauungen, um es allgemein zu halten, etwas zu sagen, ohne in eine „politisch korrekte Falle“ zu laufen. Ich habe mir also vorgenommen, nicht in eine bestimmte Richtung zu denken oder anders ausgedrückt, mir nicht immer das unselige und zigfache Leiden und Sterben aller Opfer dieser Zeit vor Augen zu führen, ohne das aber generell zu vergessen und bei allen Überlegungen frei zu denken und zu urteilen.

Wer war Konrad Heiden? Das kann jeder schnell und einfach bei Wikipedia nachlesen und so ist man erst mal mit Fakten ausgestattet. Jetzt stellen wir uns gemeinsam die Jahre nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland vor und machen eine emotionale Zeitreise. Wir sehen ein Dunstbild, hin und wieder kommt ein Zerrbild von Demokratie zum Vorschein, wir begegnen Straßenkämpfen, sehen überforderte Regierungen und werden mit verschiedenen, für uns heute kaum noch nachvollziehbaren, Ideen und Gedankengut konfrontiert. Ich bin ja der Überzeugung, dass die Festlegungen nach dem Krieg, die neuen Grenzziehungen nicht nur Europa und Deutschland betreffend und die monarchische Machtbeschneidung der „Giftkübel“ oder der „Brandherd“ vieler weiterer Entwicklungen sind. Doch das zu bewerten ist nicht Aufgabe dieser Buchbesprechung. Man sollte aber immer alles, so zumindest meine Auffassung, im Kontext sehen. Aber zurück zu Konrad Heiden und Adolf Hitler. Schon frühzeitig hatte Heiden die Gefahr des „GröFaZ“ erkannt und auch in einer 1936 erschienenen Biografie benannt. Er sah, was andere nicht sehen wollten. Geschichtsschreibung als Rückblick und in dem Wissen, wie alles ausging ist die eine Seite. Die andere, weitaus spannendere, Möglichkeit ist die zeitgenaue, tagesaktuelle Beobachtung, wie sie von Konrad Heiden betrieben wurde.

„Es ist höchste Zeit, sich dieses Hitler-Gegners der allerersten Stunde wieder zu erinnern. Stefan Aust beschreibt den schwierigen Lebensweg des Journalisten und Buchautors Konrad Heiden und zeigt, wie genau dessen Beobachtungen und Urteile oft waren.“

Hans-Georg Fischer, 06618 Naumburg

Fischers Bücherstube Freyburg (Unstrut), www.fischerbuch.de

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3 Kommentare zu „Stefan Aust: Hitlers erster Feind – Der Kampf des Konrad Heiden

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