Sommerpause

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Quelle: https://pixabay.com/

Nach Jahren des Bloggens ist jetzt die Luft bei mir raus. Ich kann nicht mehr – brauche eine längere Pause. Ich möchte wieder Bücher lesen, ohne nebenbei an die Rezi zu denken. Der Lesespaß ist mir dadurch schon vor einiger Zeit abhanden gekommen.

Das Lesen und mein Lesetagebuch waren für Jahre die einzige Beschäftigung neben der Arbeit. Nun zieht es mich seit geraumer Zeit, auch andere Dinge zu tun. Ich sticke leidenschaftlich gerne, möchte wieder Blockflöte spielen und muss mich mehr bewegen.

Zu meinem Leidwesen habe ich noch einige Rezibücher hier liegen. Ich hoffe, die Verlage haben noch ein bisschen Geduld. Ich werde sie auf jeden Fall lesen und wenn es auch nicht für einen Blogbeitrag reicht, in meinen Bücherforen werde ich sie auf jeden Fall vorstellen. Und ich glaube fast, dort lesen es mehr Leute, als hier im Blog.

Ich weiß noch nicht, wie sich diese Pause entwickelt. Bis Ende September ist hier erst mal Ruhe. Ob ich dann wieder beginne, bringt die Zeit mit sich.

Für Euren Besuch bei mir danke ich Euch. Meinen Lieblingsblogs werde ich natürlich weiterhin folgen und hier und da mal einen Kommentar dalassen.

Lesende Grüße, Anne

Heinz Knobloch: Herr Moses in Berlin

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Erhältlich bei Fischerbuch.de

Jeder kennt die Ringparabel aus Lessings „Nathan, der Weise“ oder sollte sie kennen. Nun sagt uns die literarische Legende, dass Moses Mendelssohn Vorbild für den jüdischen Kaufmann Nathan sein soll oder auch ist. Das kann stimmen und es ist sogar sehr wahrscheinlich, weil Lessing und Mendelssohn eng befreundet waren, aber eigentlich ist es vollkommen unwichtig. Wer war nun dieser Moses Mendelssohn, den uns hier Heinz Knobloch in seinem lockeren Erzählstil vorstellt? Alle Fakten, Hintergründe und Jahreszahlen kann man bei Dr. Google oder in einem Lexikon nachschlagen und deswegen werde ich damit nicht auch noch langweilen. Aber fangen wir bei Heinz Knobloch an und schauen uns sein umfangreiches literarisches Werk an. Leider sind von diesen Büchern nur wenige in den gesamtdeutschen Buchmarkt gerettet worden und im Augenblick sind nur zwei Bücher („Geisterbahnhöfe“ und „Herr Moses in Berlin“) überhaupt lieferbar, was ich sehr schade finde. Heinz Knobloch war ein oft ausgezeichneter deutscher Schriftsteller, in Dresden 1926 geboren und in Berlin 2003 verstorben, der vielleicht am ehesten noch durch seine Feuilletons in der Morgenpost (Zeitschrift in der DDR) bekannt ist. Weniger bekannt sind seine Bücher über die Stadtgeschichte Berlins („Stadtmitte umsteigen – Berliner Phantasien“, „Berliner Grabsteine“ oder auch „Im Lustgarten – ein preußischer Garten im Herzen Berlins“ und verschiedene Monographien z.B. über Mathilde Jacob, die Sekretärin Rosa Luxemburgs („Meine liebste Mathilde“), den SA-Mann Horst Wessel („Der arme Epstein“) oder auch vorliegendes Buch über den jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn. Versetzen wir uns in die Zeit der Aufklärung und spannen gleichzeitig einen Bogen in unser aktuelles Leben. In den vierziger Jahren des 18. Jahrhunderts macht sich der junge Moses aus Dessau der Sage nach zu Fuß auf die Reise nach Berlin, um dem Lehrer Rabbi Fränkel an die neu gegründete Talmudschule zu folgen. Schon seine erste Begegnung mit preußischen Wachleuten am Stadttor zeigen ihm deutlich, auf welches Abenteuer er sich eingelassen hat. Nach sieben Jahren als Bettelstudent wird er Hauslehrer bei einem jüdischen Seidenhändler und bald darauf Buchhalter in dessen Fabrik. Er lernt den gleichaltrigen Gotthold Ephraim Lessing kennen, wird sein Freund und dieser führt in die aufgeklärte Berliner Gedankenwelt ein. Moses Mendelssohn veröffentlicht auf Vermittlung Lessings eine erste, noch anonyme, Publikation in deutscher Schrift. In den „Philosophischen Gesprächen“ beweist er schon früh sein enormes Wissen und seine gedankliche Aufgeklärtheit. In seiner jüdischen Gemeinde war und blieb er der einfache Rabbi, in der „weltlichen Welt“ wurde er zum Vater der jüdischen Aufklärung. Mendelssohn versuchte zeit seines Lebens die Beziehung zwischen Juden und Christen zu verbessern. Er kämpfte für Toleranz und Menschlichkeit, argumentierte, dass durch die Vernunft alle Menschen religiöse und philosophische Wahrheiten entdecken könnten. In vieler Hinsicht war er seiner Zeit voraus und wenn wir einen gedanklichen Sprung mit diesem Gedankengut im Gepäck in die aktuelle Situation wagen würden, müssten wir sagen, wieso kann Mendelssohn nicht heute leben und uns aufzeigen, wie engstirnig, kleingeistig und hilflos es ist, wenn sich verschiedene Ethnien, Religionen und wirtschaftliche Systeme bekriegen, töten, Hass, Neid und Intoleranz predigen und sich langsam in den Abgrund treiben lassen.

Das Buch aus dem Jaron-Verlag, obwohl die erste Auflage von 1979 ist, ist also aktueller denn je.

Hans-Georg Fischer, 06618 Naumburg

Fischers Bücherstube Freyburg (Unstrut), www.fischerbuch.de

 

 

Elizabeth Strout: Amy & Isabelle

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Erhältlich bei Fischerbuch.de

Lesen mit Mira

Dieses Buch steht schon seit einigen Jahren in meinen Regalen. Nun habe ich es endlich für Mira und mich zum gemeinsamen Lesen rausgesucht. Den letzten Anstoß hat Renie von Renie’s Lesetagebuch gegeben: Sie hat im September letzten Jahres über Bleib bei mir von Elizabeth Strout geschwärmt.

Amy & Isabelle sind Mutter und Tochter. Sie leben in der Kleinstadt Shirley Falls, New England. Es ist ein drückend heißer Sommer, der von einem Skandal heimgesucht werden soll.
Isabelle, alleinerziehende Mutter, arbeitet als Sekretärin in einer Fabrik. Amy besucht die Schule, Stacy ist ihre Freundin. Mit der geht sie zum Rauchen in der Pause in den Wald. Eines Tages steht nicht mehr Miss Dayble vor der Klasse, sondern ein neuer Lehrer: Mr. Robertson. Und in den verliebt sich Amy. Als ob dies noch nicht genug wäre, wird in einer anderen Stadt ein kleines Mädchen entführt, Amy erhält zu Hause einen obszönen Anruf und ihre Freundin Stacy ist im siebten Monat schwanger.
Amy & Isabelle erleben eine schwierige Zeit. Ausgerechnet Isabelles Chef hat Amy und den Lehrer am Waldrand in einem Auto erwischt. Isabelle schneidet Amy in einem Wutanfall die schönen, lockigen blonden Haare ab und besucht den Lehrer, um ihn aufzufordern, die Stadt zu verlassen. Amy wartet vergebens auf einen Anruf von ihm und hat keinen guten Gedanken mehr für ihre Mutter.
Nicht nur können sie sich zu Hause kaum aus dem Weg gehen, nein, in diesem Sommer arbeitet Amy nun auch noch im Großraumbüro, wo ihre Mutter als Sekretärin arbeitet. Und dem Chef, der sie erwischt hatte, läuft sie so auch immer über den Weg.

So weit die Geschichte, wie ich sie Dir verrate, ohne zu viel zu sagen. Denn zu lesen, wie sie sich weiterentwickelt, macht einfach nur Spaß. Obwohl es schon ernste Themen sind, die die Frauen zu bewältigen haben. Ja, es ist ein Frauenbuch, ein Buch über Frauen, für Frauen – aber keines in der Art wie die sogenannten „Lit Chicks“.
Elizabeth Strout schreibt einfach toll. Sie bleibt in ihrer Geschichte nicht an der Oberfläche. Sie zeigt nicht nur das Schöne, Glänzende, das man zumeist nach außen transportieren möchte. Nein, es werden ganz menschliche, auch eklige Dinge angesprochen – wo man am liebsten sagen möchte: Oh nein, so genau möchte ich das gar nicht wissen.
Alle Frauen haben ihre Probleme, sind sympathisch oder weniger sympathisch – aber sie entwickeln sich in der Geschichte – und das zu lesen, lege ich Dir ans Herz. Für mich war es definitiv nicht mein letztes Buch von Elizabeth Strout.

Gestern Abend habe ich noch mit Mira telefoniert und wir haben uns über das Buch unterhalten. Auch ihr gefällt das Buch sehr gut, während ich ein paar Anfangsschwierigkeiten hatte.

Hier gehts zu Miras Buchbesprechung.

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Jurek Becker: Jakob der Lügner

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Erhältlich bei Fischerbuch.de

Jurek Becker hat seine Kindheit im Ghetto und in verschiedenen KZs verbracht. Seine Mutter, obwohl nach dem Krieg schon in Freiheit, starb noch an Unterernährung. Sein Vater überlebte Auschwitz und fand seinen Sohn. Ungefähr 20 Familienmitglieder waren umgebracht worden.
Da sollte man wirklich meinen, dass Jurek Becker in seinem Buch weiß, worüber er schrieb. Er lässt einen Ich-Erzähler über Jakob berichten. Dieser Ich-Erzähler lebte gemeinsam mit Jakob und vielen anderen in einem polnischen Ghetto in einer unbekannten Stadt.
Als Jakob Mischa, einem jungen Burschen, bei der Arbeit beim Bahnhof das Leben retten will, weil der eine ungeheure Dummheit begehen wollte (er wollte nämlich Kartoffeln aus einem Waggon stehlen), schafft er es nur ihn davon abzuhalten, indem er ihm erzählt, dass die Russen schon 20 Kilometer vor Bezanika sind.
Auf die Frage, woher er das wisse, sagt er, er habe ein Radio.

Was natürlich nicht stimmt. Aber Jakob kommt nicht mehr dazu, schnell ein klärendes Wort mit Mischa zu reden, nachdem er ihn von den Kartoffeln abgelenkt hatte, und so macht diese Nachricht wie ein Lauffeuer die Runde durchs Ghetto. Und Jakob ist nun gezwungen, jeden Tag eine neue gute Nachricht aus dem Hut zu zaubern.

Jurek Becker hat einen wunderbaren Schreibstil. Er erzählt, wie die Menschen in dem Ghetto gelebt haben. Wie sie jeden Tag versuchten, etwas Normalität in ihr Leben zu bringen, und doch täglich Angst haben mussten, zum Transport abgeholt zu werden.

1974 wurde das Buch von Frank Beyer verfilmt und als einziger DDR-Film für den Oscar in der Kategorie bester ausländischer Film nominiert (siehe Jakob der Lügner (1974)).

1999 erfolgte mit Robin Williams als Jakob und Armin Mueller-Stahl eine Neuverfilmung. Letzterer wirkte bereits bei der ersten Verfilmung als Roman Schtamm mit. In der Hollywood-Verfilmung werden die Nazis als von Natur aus böse dargestellt, wie es im Buch nicht der Fall ist. Auch wurde der Schluss verändert. In der Neuverfilmung stirbt Jakob Heym als Märtyrer, indem er durch die Nazis erschossen wird. Er widerruft seine Nachricht von den Russen nicht. (siehe Jakob der Lügner (1999))

Iris Berben hat ein paar Sätze zu dem Film geäußert:

 

 

Andreas Kieling: Durchs wilde Deutschland – Von den Alpen bis zum Wattenmeer

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Erhältlich bei Fischerbuch.de

Dokumentationen dieser Art gesehen habe ich ja schon sehr viele und ich schaue die auch sehr gerne. Auch Kieling habe ich in der ein oder anderen Doku gesehen. Er ist ein toller Erzähler.
Das Buch ist gegliedert in einige Kapitel, in denen er jeweils von einem Abenteuer berichtet. Aber er bleibt nicht stur bei dem einen Thema. Er schweift auch schon mal kurz ab, wenn es gerade passt. Ist dann aber auch schnell wieder beim ursprünglichen Thema.
Und einen feinen Humor hat er. An so mancher Stelle habe ich schon laut aufgelacht.

Zum Beispiel, als er im ersten Kapitel in den Bergen auf der Suche nach Steinböcken war:

Eine überdurchschnittlich große Lunge befähigt das Gamswild nämlich zu außergewöhnlichen Leistungen, was ein Bock vor unseren Augen eindrucksvoll unter Beweis stellte. Wir beobachteten, wie zwei Böcke sich um eine Geiß rangelten, die wohl gerade in die Brunft kam. Die beiden sprangen in einem solchen Tempo aufeinander zu und hakelten sich derart vehement mit ihren scharfen Hörnern, dass es nur so krachte und der Schnee nach allen Seiten stob. Schließlich gab der eine auf und flüchtete. Damit gab sich der Sieger aber nicht zufrieden, und er jagte den unterlegenen Konkurrenten in einem Affenzahn mindestens 200 Meter den Berg hinunter, bis er sicher sein konnte, den anderen wirklich in die Flucht geschlagen zu haben. Dann hetzte er mit unverminderter Geschwindigkeit den Berg wieder hoch, machte nur einmal fft, fft – so eine Art Flämen -, besprang die Geiß, ruckelte kurz, schüttelte sich und stand dann da, als wäre nichts gewesen. Ist der fit, der Junge, dachte ich, ist ja unglaublich. Mir hinge nach einer solchen Aktion die Zunge bis zu den Knien, und der atmete nicht mal schwer! Da gehen einem als Mann seltsame Dinge durch den Kopf, mir zumindest.

In einem anderen Kapitel ist er auf der Suche nach dem gemeinen Feldhamster, der, man soll es nicht glauben, auf der Roten Liste steht.
Und immer in Begleitung seiner Hündin Cleo. Cleo mag es übrigens überhaupt nicht, wenn Herr Kieling sich ans Tauchen macht. Und ganz wild wird sie dann, wenn Blubberblasen aufsteigen. Als er in voller Tauchermontur sich auf die Suche nach Riesenwelsen macht, lässt er Cleo bei seinem Begleiter am Ufer zurück. Der soll die Hündin ja festhalten, da sie sonst ins Wasser springt. Und das kann er ja beim Unterwasserfilmen gar nicht gebrauchen. Also watet er los und als er unter Wasser ist, und die Kamera in Positur bringt, sieht er was? Vier Pfoten oben, die auf ihn zugeschwommen kommen. Also muss er Cleo erst wieder rausbringen, aber die schafft es dreimal, sich von dem Begleiter loszureißen. Sie muss wirklich weiter weg an einem Baum festgebunden werden.

Vieles von dem Wissenswerten ist bei mir nicht hängengeblieben. Wie denn auch, wo ich mich mit der Materie ja nicht so intensiv beschäftige, wie z. B. Andreas Kieling.
Aber das Buch habe ich wirklich mit Vergnügen gelesen und werde auch seine anderen Bücher noch verschlingen, da bin ich ganz sicher.

Giancarlo Macrì / Carolina Zanotti: Punkte

Mit dieser Buchvorstellung reihe ich mich ein in das Projekt Kinder im Aufwind von der Künstlerin Petra Pawlofsky auf ihrem Blog da sein im Netz.

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Erhältlich bei Fischerbuch.de

Hat jemand schon mal einem Kind versucht zu erklären, was Flucht bedeutet? Was für Gründe es hat, dass Millionen von Menschen auf der Flucht sind? Und wie man mit der Situation umgeht?

Giancarlo Macri und Catrolina Zanotti haben es auf den Punkt gebracht. Anhand von Punkten zeigen sie, wie wir leben und wie die Menschen in den Fluchtländern leben. Und ganz grob wird auch gezeigt, wie eine Lösung aussehen kann.

Auf jeden Fall ein tolles Buch, um Kindern dieses Thema unkompliziert nahezubringen. Und manch einem Erwachsenen wird vielleicht auch einiges klar.

Folgende Beiträge wurden schon veröffentlicht:

Macht doch auch mit !

Herzlichen Dank!

 

Eigene Beiträge

Ausgegrenzt und Ausgebeutet in Zusammenarbeit mit Amnesty Intenational

Punkte

 

Petra Pawlofsky

Kinder im Aufwind (Einführung)

Liebevolle Wegbegleiter

Von Zeitdruck, Hektik und Ruhe

Kinderrechte

Die Widerstandskraft stärken 1

Die Widerstandskraft stärken/Strengthening resilience 2*

Generationenreigen/ Round Dance of Generations*

Malen, Singen, Rhythmus: unbedingt!*

Die Kraft in der Ruhe/ Strength in calm 1

Die Kraft in der Ruhe/Strength in calm 2

Geborgen? In security?*

Geborgen?/In security ?2Die Kraft in der Ruhe/Strength in calm 2

Gemeinsam stark

Und wie sag ich’s nun meinem Kind?*

Wie die Angst vergeht / How fear disappears*

Sylvia Kling

Kinder erfahren und Eltern sprechen

Schlüsselerlebnis

Unverbraucht

Random Randomsen

Die Kinderwelt ist Klang

Pity the child

Liebeserklärung

Eternity in progress

Lebensläufe

Tomine &Tyler

Ulrike Sokul

Henriettes Heim für schüchterne und ängstliche Katzen

Titus und der verwunschene Wald

Mitzi Irsaj Kinder im Aufwind – ein Projekt von Petra Pawlofsky und ein kleiner Beitrag von mir

vro jongliert Kinder sind keine Prüfung

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Helmut Sakowski: Daniel Druskat

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Daniel Druskat kam mit einem Flüchtlingstreck ins Dorf. Seitdem sorgte er immer wieder für Aufsehen. Nachdem seine noch junge Frau gestorben ist, lebt er mit Tochter Anja alleine. Es gab genügend Frauen, die ein Auge auf den gutausehenden schwarzhaarigen Daniel geworfen haben und die Mutterstelle bei Anja einnehmen wollten. Doch mit Daniel war es kein einfaches Leben und so blieb keine lange.
Nun ist er Vorsitzender der LPG in Altenstein. Eines Abends stehen zwei Männer vor der Tür und holen ihn ab.
Anjas erster Weg führt sie zu Max Stephan, der Vorsitzender im Nachbardorf Horbeck ist und der mit dem Vater viele Jahre befreundet war. Und gleichzeitig waren sie Rivalen. Bei der letzten Auseinandersetzung zwischen den beiden war Anja dabei. Und sie hörte, wie Stephan ihrem Vater drohte, dass er ihn vernichten könne.
Hat er diese Drohung wahrgemacht? Hat Stephan dafür gesorgt, dass man Druskat abholt? Anja muss rausbekommen, was zwischen den Männern vorgefallen ist.

Diese Geschichte beschreibt die frühen Aufbaujahre in der Landwirtschaft der DDR nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie berichtet von zwei Freunden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die vom sozialistischen Aufbau unterschiedliche Auffassungen haben. Kann diese Freundschaft Bestand haben, noch dazu, wo einer der Freunde den anderen mit einem Geheimnis aus der Vergangenheit in der Hand hat?
Helmut Sakowskis Schreibstil ist wunderbar. Ich habe den ersten Satz gelesen und war sofort gefangen. Ich freue mich auf weitere Bücher, die noch im Regal warten.

Daniel Druskat wurde verfilmt mit den wunderbaren Schauspielern Manfred Krug und Hilmar Thate.